Kaiserstuhl-Exkursion

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Zusammen mit meinem Freund Rolf Müller hatte ich die Gelegenheit in das Kaiserstuhlgebiet in den Süden Deutschlands zu fahren. Ich war sehr erfreut, diese Gelegenheit wahrnehmen zu können. Für mich war es die Gelegenheit die dortige Gegend, deren Fauna und Flora in Begleitung eines so erfahrenen und ortskundigen Fotografen zu erleben.
Wir starteten unsere Reise am 06. Juni 2015 auf dem Campingplatz „Kaiserstuhlcamping“ bei Ihringen. Es war ein exzellenter Ausgangspunkt um die Gegend um Ihringen und die weitere Umgebung zu erforschen.

Unser Augenmerk war insbesondere auf Bienenfresser, Wiedehopfe und Schwarzkehlchen gerichtet. Auf vielen Wegen , Wanderungen und umfangreichen Beobachtungen durch die Weinberge am ersten Tag sahen wir immer wieder die erwünschten Vogelarten, doch zum Fotografieren waren die Distanzen oder das „Sitzbestreben“ der Vögel zunächst noch nicht befriedigend.

Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes konnten wir etwas weiter vom Kaiserstuhl entfernt an einem Sandabbruch Bienenfresser beim Füttern entdecken. Wir sahen sie über den Feldern und Wiesen nach Beute jagen zur Fütterung ihrer Partner. Ich entschloss mich das Tarnzelt aufzubauen und konnte dann auch anschließend bei gutem Licht die ersten Aufnahmen auf den Ansitzästen der umstehenden Bäume machen. Nach diesem vielversprechenden Anfang fuhren wir gegen Abend, dann bei bedecktem Himmel, zum Campingplatz zurück.

Am nächsten Morgen galt unser Ziel dem Wiedehopf, den wir an einer Hütte in einem Weinberg am Ankunftstag beobachtet hatten. Fast 8 Stunden saßen wir an diesem Tag im Tarnzelt um Flugaufnahmen von diesem imposanten Vogel zu machen. Wir waren mit dem Erlebten so zufrieden, dass wir uns entschlossen am Folgetag nochmals an diese Stelle zu fahren. Der Wiedehopf zeigte sich bei der Fütterung seines Nachwuchses trotz vieler Störungen im Umfeld, sehr kooperativ.

Nach einem weiteren Vormittag mit erfolglosen Beobachtungen im Kaiserstuhlgebiet, versuchten wir unser Glück nochmals bei den Bienenfressern vom Vortag . Kurz nach dem Bezug des Tarnzeltes dauerte es nicht lange bis sich die Bienenfresser auf den Drähten und Pfosten zwischen den Weinstöcken nieder ließen und ich meine ersten Aufnahmen machen konnte. Mit meiner Ausbeute war ich sehr zufrieden. Nach diesem begeisternden Nachmittag brachen wir gegen Abend an diesem Standort ab und kehrten zur Abendruhe zum Campingplatz zurück.

Der Folgetag war zunächst der Flora gewidmet. Wir besuchten hierzu das Hofgut Lilienhof im Liliental, welches bekannt ist für Orchideenarten und der Sammlung seltener Bäume. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir dort einen schönen Standort der Pyramidenorchis finden. Dabei sollte es aber nicht bleiben. Wir konnten noch Glockenblumen, die Große Händelwurz, Ackerwachtelweizen, Zittergras und auch Insekten fotografieren. Nachdem die Temperatur immer mehr zunahm beendeten wir diesen Ausflug und machten uns für den Nachmittag nochmals zu den Bienenfressern auf, wo wir wieder erfolgreich fotografieren konnten.

Nun war auch schon nahezu das Ende unserer erfolgreichen und sehr harmonisch verlaufenen Exkursion erreicht. Am letzten Tag hielten wir uns nochmals im Gebiet rund um Ihringen auf. Wir konnten dort bei einigermaßen klarem Wetter Landschafts-aufnahmen machen und uns wiederum an den Bienenfressern und den Wiedehopfen erfreuen. Wir entdeckten auf den Ästen eines kahlen Baumes immer wieder landende Vögel. Deshalb entschlossen wir uns, unsere Tarnzelte ein letztes Mal aufzubauen um die Vögel zu fotografieren. Neben den vorgenannten zwei Vogelarten gelangen uns noch Nahaufnahmen einer Ringeltaube, einer Turteltaube und eines Mäusebussards. Wir verbrachten an zweierlei Stellen einige sehr schöne Stunden bis uns am späten Nachmittag aufziehende Gewitterwolken zum schnellen Abbruch zwangen. Kurz vor dem Zusammenpacken setzte sich noch ein Bienenfresser in allernächster Nähe vor meine Kamera. Diese Aufnahme konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Mit diesem Bild hat unsere herrliche Reise einen krönenden Abschluss gefunden. Wir kamen anschließend noch trockenen Fußes zu unserem Wohnwagen auf dem Campingplatz.

Meinem Freund Rolf danke ich für die Mitnahme auf diese Reise und seine Hilfsbereitschaft. Er war stets ein sehr einfühlsamer und rücksichtsvoller Freund, wenn es bei mir in dem bergigen Gelände altershalber manchmal etwas langsamer ging.

Danke Rolf, für diese sehr schöne Woche in Deiner Begleitung und für das mir ermöglichte Erlebnis, an welches ich mich immer mit großer Freud erinnern werde!

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