{"id":697,"date":"2015-11-28T17:35:51","date_gmt":"2015-11-28T16:35:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.naturfotografen-online.de\/jbitzer\/?page_id=697"},"modified":"2016-01-13T16:08:56","modified_gmt":"2016-01-13T15:08:56","slug":"hokkaido","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.naturfotografen-online.de\/jbitzer\/reiseberichte\/hokkaido\/","title":{"rendered":"Hokkaido"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.naturfotografen-online.de\/jbitzer\/bildergalerien\/hokkaido\/\"><em><strong>Zur Bildergalerie<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p>HOKKAIDO<\/p>\n<p>Ein lang ersehnter Wunsch ging Ende Januar \u00a0und im Februar 2015 in Erf\u00fcllung: eine unvergessliche Reise in den kalten Norden Japans auf die Insel Hokkaido. Meine Tochter, Marion Hogl,\u00a0 hat mich wieder begleitet. Ein\u00a0 inzwischen\u00a0 erfahrenes Team sollte eine\u00a0 herrliche Zeit mit beeindruckenden Erlebnissen haben. Mit zunehmendem Alter bin ich froh, dass sie mir bei den\u00a0 Strapazen, die wir erlebten, immer wieder hilfreich zur Seite stand. Danke Marion!!<\/p>\n<p>Unser fotografisches\u00a0 Ziel galt den Mandschuren-Kranichen, die in Japan als Nationalvogel und Vogel des Gl\u00fccks besonders verehrt werden. Ferner weckten die Singschw\u00e4ne, \u00a0die Riesenseeadler, auch Steller`s Seeadler genannt, \u00a0und\u00a0 die Riesenfischuhus oder Blakinston Fischeulen unser besonderes Interesse.<\/p>\n<p>Nach einer Flugzeit von 11 Stunden und 38 Minuten sind wir auf dem Flughafen Hanaka in Tokio gelandet. Am folgenden Tag erfolgte der Weiterflug nach Kushiri auf die Insel Hokkaido, \u00a0wo wir nach 2 Stunden\u00a0landeten. Sofort nach unserer Ankunft fuhren wir mit unserem Minivan\u00a0 in das Tsurui Mura Kranich Reservat. Bei strahlendem Sonnenwetter haben wir die Mandschurenkraniche, auch Rotkronenkraniche genannt, im Schnee vor die Linse bekommen. Ebenso konnten wir bei dieser Exkursion auch einige Weissschwanzseeadler fotografieren. Sie versuchten den Kranichen das Futter streitig zu machen.<\/p>\n<p>Schon an diesem Tag, \u00a0wie auch w\u00e4hrend der nachfolgenden Tage,\u00a0\u00a0mussten wir erkennen, dass der inzwischen eingetretene Schneesturm uns einiges abverlangen wird und \u00a0unsere fotografischen Ambitionen beeintr\u00e4chtigt werden. Es gab bis zu 4 Meter hohe Schneeverwehungen und zirka 80 Prozent aller Stra\u00dfen waren gesperrt. Unserem einheimischen\u00a0 Fahrer wurde viel abverlangt, doch \u00a0immer war er\u00a0 mit gro\u00dfem Ehrgeiz und Eifer\u00a0 bestrebt uns zu den besten Pl\u00e4tzen zu f\u00fchren. Er entdeckte\u00a0 in einem entfernten Waldgebiet einen \u00a0\u00a0Habichtskauz. Nach einem m\u00fchsamen Fu\u00dfmarsch durch hohen Schnee und Gestr\u00fcpp genossen wir diesen \u00a0Anblick und sp\u00e4ter auch das gelungene Portrait.<\/p>\n<p>Nach zwei \u00dcbernachtungen in Tsurui Mura in der Region Kushiro mit \u00a0jeweils einem traditionellen japanischen Abendessen und Fr\u00fchst\u00fcck verabschiedeten wir uns, widerum bei heftigem \u00a0Schneetreiben, von den Kranichen\u00a0 in dieser Region.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend ging die Fahrt weiter nach Kawayu zum See Kussharo. Die folgenden 2 Tage verbrachten wir in der Umgebung des Kratersees\u00a0 mit der Vulkaninsel Nakajima. Wir waren immer wieder von\u00a0 dem einzigartigen Anblick fasziniert. Man trifft hier au\u00dferdem auf ein spezielles \u00d6kosystem: aus dem Vulkan treten schwefelartige Gase aus, welche das Seewasser s\u00e4urehaltig und an vielen Stellen warm machen. Dieser See ist f\u00fcr sein Vorkommen an Singschw\u00e4nen bekannt. Bei Temperaturen von teilweise minus 38 Grad Celsius,\u00a0 mit dicker\u00a0 Winterkleidung, Gesichtsschutz und Schneesturmbrille ausgestattet,\u00a0konnten wir trotzdem sch\u00f6ne Bilder von den Singschw\u00e4nen nach Hause bringen. Erstmals zeigte sich wieder manchmal die Sonne mit sch\u00fcchternen Versuchen.<\/p>\n<p>Nun f\u00fchrte unsere Reise an den nord\u00f6stlichen Zipfel Hokkaidos, auf die Halbinsel Shiretoko. Dort befindet sich ein Nationalpark, der seit 2005 zum UNESCO Weltnaturerbe geh\u00f6rt. Von der K\u00fcste aus kann man \u00fcber das Ochotsikische Meer bis zur russischen Insel Kunashiri sehen. Auf der Halbinsel \u00a0bekamen wir neben den Sika \u2013Hirschen,\u00a0 Rotfuchs , Weissschwanzseeadler\u00a0 und\u00a0\u00a0 Kormoranen\u00a0 auch die erw\u00fcnschen \u00a0Riesenseeadler sowie die\u00a0 Fischeulen oder Riesenfischuhus, die seltenste Eulenart der Welt, zu sehen und zu fotografieren. Wir verbrachten drei Tage in dem K\u00fcstenort Rausu\u00a0 und dessen Umgebung . \u00a0Das Wetter hatte sich erfreulicherweise verbessert. Des \u00d6fteren\u00a0 konnten wir in der imposanten Schneelandschaft die Sonne und Teile des blauen Himmels genie\u00dfen.<br \/>\nEigentlich hatten wir von hier aus \u00a0eine Fahrt mit einem Eisbrecher zu den Treibeismassen geplant, wo wir in der Morgend\u00e4mmerung die Steller`s Seeadler\u00a0 auf dem Packeis erleben und ablichten wollten. Der Schneesturm hat jedoch das Packeis zu weit auf das offene Meer hinaus getrieben, sodass\u00a0 unser Vorhaben abgesagt werden musste. Ein Erreichen des Packeises war f\u00fcr uns unm\u00f6glich geworden. Durch Vermittlung unseres Fahrers \u00a0wurden wir \u00a0mit einer Schifffahrt im Hafengebiet von Rausu\u00a0 entsch\u00e4digt. Dabei konnten wir die Riesenseeadler mit ihrem plastikartig\u00a0 anmutenden gro\u00dfen gelben Schnabel und der wei\u00df-braunen Gefiederf\u00e4rbung erfolgreich beobachten und fotografieren.<\/p>\n<p>Unsere Reise n\u00e4herte sich danach\u00a0dem Ende. \u00a0Auf dem R\u00fcckweg \u00a0durch die Region Nemuro, welche f\u00fcr die Vogelwelt nochmals augenf\u00e4llig werden sollte, begegnete uns noch \u00a0eine Sumpfohreule. \u00a0 Am Lake Furen sowie in der Bucht um die Halbinsel Notsuke haben wir nochmals die Riesenseeadler und die Weissschwanzseeadler in gro\u00dfer Anzahl zu Gesicht bekommen. Dies war als Abschlu\u00df dieser Reise nochmals ein unerwarteter und ungew\u00f6hnlicher Anblick, welcher\u00a0 uns\u00a0 in sch\u00f6ner Erinnerung bleiben wird.<\/p>\n<p>Dann hie\u00df es Abschied nehmen von der Insel Hokkaido, zur\u00fcck ging es am n\u00e4chsten Morgen mit dem Flugzeug nach Tokio.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.naturfotografen-online.de\/jbitzer\/bildergalerien\/hokkaido\/\"><em><strong>Zur Bildergalerie<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Bildergalerie HOKKAIDO Ein lang ersehnter Wunsch ging Ende Januar \u00a0und im Februar 2015 in Erf\u00fcllung: eine unvergessliche Reise in den kalten Norden Japans auf die Insel Hokkaido. Meine Tochter, Marion Hogl,\u00a0 hat mich wieder begleitet. Ein\u00a0 inzwischen\u00a0 erfahrenes Team sollte eine\u00a0 herrliche Zeit mit beeindruckenden Erlebnissen haben. 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