Holunderbusch

Nur ein alter Holunderbusch
Wenn ich in „meinem“ Revier unterwegs bin setze ich mich gerne an eine Stelle von welcher ich einen Überblick habe und die Umgebung gut beobachten kann. Oft habe ich von solchen Beobachtungspunkten aus viele Eindrücke mitgenommen. Unter anderem beobachtete ich an einem Tag verschiedene Vögel, die sich auf den Ästen eines alten Holunderbusches aufhielten. Natürlich nicht alle auf einmal aber im Laufe mehrerer Stunden konnte ich Goldammern, Neuntöter, Wendehals, Buntspecht, Alter Holunderstrauch als VogeltreffpunktMönchgrasmücke, Star, Meisen und Grauschnäpper beobachten. Der Holunderbusch steht inmitten einer großen Hecke und die kahlen Äste überragen diese um bis zu 2 Meter. Da die Alter Holunderstrauch als VogeltreffpunktHecke am Hang liegt ist der Ausblick für die Vögel natürlich sehr gut. Mit der Zeit beobachtete ich, dass die Goldammern ihr Nest in die Hecke bauten. Auch die Mönchgrasmücken begannen dort ihren Nestbau. Etwas später kam der Neuntöter dazu. Er baute sein Nest keine 4 Meter vom Nest der Goldammern entfernt und es gab dabei immer heftigen Streit. An diesem Holunderbusch saß ich nun von Anfang Juni bis Mitte Juli immer wieder an und konnte dabei sehr schöne Verhaltensweisen beobachten und die Vögel ungestört fotografieren. So bewahrheitete sich wieder, was ich mir zur Regel gemacht habe, dass es sich lohnt an einem Punkt mehr Zeit zu investieren, als unstet auf der Suche nach Motiven durch die Landschaft zu pirschen. Dasselbe gilt auch für einzelne Tierarten. Erst wenn man sich über einen längeren Zeitraum mit einer Tierart beschäftigt, bekommt man viel mehr Eindrücke über das Leben der Tiere und sieht Verhaltensweisen die bei kurzen Beobachtungsphasen nicht immer möglich sind.

Holunderbusch-Location mit Tarnzelt. Die Entfernung ist ideal für das 500 mm Objektiv

So hat sich der Ansitz mit dem Tarnzelt an diesem Holunderbusch gelohnt und es blieben einmalige Eindrücke zurück und Bilder an denen ich mich immer wieder erfreuen kann.

In der Bildergalerie zeige ich einige Eindrücke von „meinem“ Holunderbusch: