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Mäusebussarde

Mäusebussarde fotografieren

Um Mäusebussarde zu fotografieren muss man entweder ein Gebiet kennen in dem sich einige Mäusebussarde regelmäßig aufhalten und den Menschen gewöhnt sind, bzw. die Annäherung mit dem Auto zulassen oder den Mäusebussarden an einem geeigneten Platz etwas Futter anbieten und sie an diesen Platz gewöhnen. Da ich mit beiden Methoden vertraut bin waren die Erfolge, mit dem Auto auf die Pirsch zu gehen weniger ergiebig. Natürlich gibt es immer wieder einmal Mäusebussarde die eine Annäherung auf Fotoentfernung aushalten. Doch die Chancen auf richtig schöne Bilder sind im Gegensatz zu einem Luderplatz überschaubar. Bei vielen Gespächen mit gleichgesinnten bekam ich den Eindruck, dass die meisten Aufnahmen von Mäusebussarden am oder in der Nähe eines Luderplatz gemacht werden. Das ist ja nichts verwerfliches oder abwertendes, doch man sollte dazu auch stehen.
Aktuell habe ich meine Location, an denen ich die Mäusebussarde am Luderplatz fotografiere, wieder vorbereitet. Im Laufe des Jahres wächst alles zu, so dass einige Arbeit nötig war um freie Sicht zu schaffen. Doch das ist nicht überall so. Wer die Möglichkeit hat im offenen Gelände einen Luderplatz anzulegen hat ganz andere Voraussetzungen.
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Anlegen der Location für Mäusebussard-Fotografie

Das Futter wird so angebracht, das es nicht im Bild ist, wenn die Bussarde auf den Sitzwarten sitzen. Auf dem letzten Bild ist es nur provisorisch für den ersten Test angebracht. Meistens landen die Bussarde erst auf den Sitzästen bevor sie ans Futter gehen. Das bietet viele Gelegenheiten um Bilder von den Greifvögeln zu machen. Einen Nachteil hat meine Location. Die Mäusebussarde sehe ich erst relativ spät anfliegen und kann sie daher nicht im Sucher verfolgen um bei der Landung auf einer Sitzwarte im richtigen Moment auszulösen.
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In diesem Beitrag werde ich aktuelle Bilder aus der Saison 2019/2020 zeigen, doch weiter unten in dieser Seite sind auch Bilder aus den letzten Jahren zu finden. Die neuesten Erlebnisse und Bilder in diesem Beitrag sind absteigend sortiert. Am besten von unten nach oben lesen.

28.11.2019
In der Dämmerung saß ich am Futterplatz der Mäusebussarde. Doch erst gegen 9 Uhr kam ein Mäusebussard und setzte sich wieder in die Akazie. Gegen 10 Uhr flog er ans Futter. Es gelangen einige Bilder, doch ich musste dann wegen Regen abbrechen. Um den Bussard nicht beim Abbau des Tarnzeltes zu stören, ging ich aus dem Tarnzelt so dass dieses als Sichtschutz zwischen mir und dem Bussard war. Erst in einiger Entfernung zeigte ich mich und der Bussard flog ab. So bringt er wahrscheinlich das Tarnzelt nicht in Verbindung mit der Störung. Meisen haben das Fettfutter in der Kokosnuss gut angenommen und sind rege am Futter holen.

 

23.11.2019
Gegen halb 8 Uhr saß ich im Tarnzelt und wollte beobachten was sich in den nächsten Stunden an meiner Fütterung abspielte. Es war alles gefroren und es gab einen schönen Reif. Die Hoffnung war, dass ein Mäusebussard sich auf eine Sitzwarte niederließ solange der Reif noch zu sehen war.  Leider war das nicht der Fall. Zwei Mäusebussarde flogen ab und zu vorbei landeten aber nicht.
An der Fütterung für Kleinvögel, welche ich angebracht habe, waren Kohlmeisen und Blaumeisen beschäftigt sich Futter zu holen und vertrieben mir die Zeit. Das Futter hing erst eine Stunde und schon hatten die Vögel das entdeckt.
Gegen 9 Uhr landete ein Mäusebussard in einer Akazie in ca. 25 Metern Entfernung. Leider etwas verdeckt. Im Zeitlupentempo schwenkte ich die Kamera in seine Richtung. Ich hatte ihn dann 1 1/4 Stunden im Visier. Er bewegte nur seinen Kopf hin und her. Plötzlich flog er davon. Einige Sekunden später saß er vor mir auf einem Sitzast. Ich hatte schon beim Abflug die Kamera auf die Sitzäste geschwenkt und hatte ihn im Sucher. Es kam mir vor als wenn ein Adler vor mir sitzen würde, so groß war er im Sucher. Nach einer Weile des Sicherns hüpfte er auf das Futter, welches ich am Sitzast angebracht hatte. Über eine halbe Stunde war er nun beschäftigt den Hühnchenschenkel abzunagen. Als der Kropf voll war zupfte er nur noch gelegentlich am Knochen und flog dann davon. Da es zur Vervollständigung der Bilderserie gehört zeige ich auch Bilder wie er auf der „Beute“ sitzt. Das ist die Ausnahme, da ich Bilder aufnehmen möchte die das nicht zeigen.

 

21.11.2019
Schon als ich im Gebiet war und die Arbeiten für meine Winterlocation am Vormittag ausführte kamen zwei Mäusebussarde in meine Nähe, setzten sich ca 30 Meter entfernt in einen Baum und schauten mir zu. Ich hatte den Eindruck dass sie genau wussten was da auf sie zukommen würde. Nachdem ich alles fertig hatte band ich mit Draht zum Test einen Hühnchenschenkel auf einen Sitzast. Am späten Nachmittag schaute ich vorbei und es war nur noch der Knochen übrig. Um etwas Abwechslung beim Ansitz zu haben legte ich eine Kleinvogelfütterung wenige Meter vom geplanten Tarnzeltplatz, an. Etwas Fettfutter in einer Kokosnuss für den Anfang.

Mäusebussard-Aufnahmen aus vergangenen Jahren (in der Bildergalerie Mäusebussard gibt es noch weitere)

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Turmfalken-Nistkasten

Turmfalken-Nistkasten

Um den Turmfalken zu helfen eine Nistmöglichkeit zu finden, habe ich in verschiedenen Feldscheunen Nistkästen eingebaut oder einen Kasten außen an die Giebelwand angebracht. Ein Einbau ist für mich idealer, da er erstens mit günstigen OSB-Platten angefertigt werden kann und diese der Witterung nicht ausgesetzt sind. Zum zweiten ist in der Scheunenwand nur eine kleine unauffällige Einflugöffnung mit einem Landebrett zu sehen.
Natürlich muss man sich mit dem Eigentümer der Scheune kurzschließen und fragen ob ein Kasten angebracht werden kann. Dazu hänge ich an die Scheunentür einen Hinweis mit der Bitte mich zu kontaktieren. So konnte ich im Laufe der Zeit einige Nisthilfen anbringen.

In den letzten Tagen habe ich mit Hilfe eines Freundes einen Kasten in einer Feldscheune eingebaut. Dazu ein kleiner Bildbeitrag auch mit anderen Nistkastenprojekten.
Jetzt muss der Kasten nur noch bezogen werden. Durch die ideale Höhe von ca. 5 Metern verspreche ich mir natürlich für die kommenden Jahre eine Möglichkeit um die Turmfalken bei der Jungenaufzucht zu beobachten und zu fotografieren. Eine Schleiereule wäre natürlich auch eine Option.

 

Ein weiteres Projekt konnte in einer anderen Scheune realisiert werden.

Ein Nistkasten für Innen ist schnell gebaut und auch schnell eingebaut

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Bei den Tannenhähern

Bei den Tannenhähern im Allgäu

Kurz entschlossen fuhr ich mit einem Freund ins Allgäu. Ziel waren die Tannenhäher, die dort vorkommen. Bei vielen Naturfotografen ist diese Location bekannt und so ist man meistens nicht alleine dort. Wir trafen noch zwei Naturfotografen die auch nach den Tannenhähern Ausschau hielten. Es dauerte eine Weile bis die Tannenhäher mitbekommen hatten, dass es Futter gibt. Dann war das Eis gebrochen und es waren schöne Stunden inmitten der Vogelwelt die sich das ausgelegte Futter holten.
Mit der Kurzzeitblitztechnik versuchte ich einige Aufnahmen zu machen, die aber noch verbesserungswürdig sind. Durch das Umgebungslicht hatten einige Bilder Doppelkonturen durch die Bewegung der Vögel nach dem Blitz. Mit Blitz auf den zweiten Verschlußvorhang könnte das besser werden, da die Bewegung dann vor dem Blitz kommt und die Bewegungsunschärfe hinter dem Vogel ist und nicht wie beim Blitzen auf den ersten Verschlußvorhang, vor dem Vogel. Es war im Prinzip nur ein Test wie die Vögel reagieren würden. Doch sie reagierten auf die Geräte die herumstanden überhaupt nicht und ignorierten sie vollkommen.