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Transportables Vogelbad

Transportables Vogelbad

Im Laufe der Zeit habe ich einige Vogelbäder gebaut und konnte an diesen sehr schöne Erlebnisse und Beobachtungen erleben. Seither waren alle Vogelbäder am Boden angelegt. Dadurch ergibt sich eine Perspektive die den Vogel an Land oder badend immer mit mehr oder weniger scharfem Hintergrund zeigt, der manchmal sogar störend sein kann. Zudem ist ein solch angelegtes Vogelbad nicht beweglich und kann nur vor Ort und Stelle aufgesucht werden.
Um das zu ändern baute ich ein Vogelbad, welches ich auf Stelzen oder auf Unterstellböcke stellen und bei Bedarf an eine andere Stelle mitnehmen kann.
Mein Ziel war beim Bau des Vogelbades die Vögel mit einem Spiegelbild vor einem homogenen Hintergrund zu fotografieren. Je nach Standort wird der Himmel gespiegelt oder wenn Bäume und Sträucher im Hintergrund sind, ein schönes jahreszeitlich bedingtes Farbenspiel von den zarten Grüntönen im Frühjahr bis zu den kräftigen Herbstfarben. Sind im Hintergrund keine fotogenen Motive kann als Hintergrund auch ein Bild in entsprechender Größe aufgestellt werden.
In diesem Beitrag zeige ich wie ich dabei vorgegangen bin.

Ein kurzer Ablauf meiner Tätigkeiten:

  • Bodenplatte und Rahmen zusägen und zusammenschrauben
  • Teichfolie einlegen, umschlagen und mit Tacker außen festtacken
  • Wassertest
  • Vogelbad an einem geeigneten Platz aufstellen. Entweder auf Pfosten oder Unterstellböcke
  • Mit Steinen und Pflanzen eine fotogene Kulisse gestalten und Wasser einfüllen.

Nachdem alles vorbereitet ist kann neben dem Vogelbad eine Fütterung für die Vögel eingerichtet werden. Das hat den Vorteil dass die Vögel schon in der Nähe des Vogelbades sind und zum Trinken oder Baden dieses gerne annehmen.
Allerdings dauerte es bei mir im Garten ca. 3 Wochen bis das Vogelbad richtig angenommen wurde. Dann aber sehr regelmäßig. Da ich es so aufgestellt habe, dass ich aus dem Gerätehaus heraus fotografieren kann ist es vollkommen wetterunabhängig um den Vögeln beim Trinken und Baden zuzuschauen und zu versuchen einige Bilder zu bekommen. Selbst bei Regen kommen Vögel gerne um zu baden.

In den Bildergalerien sind bei einzelnen Bildern Beschreibungen zum Bild oder zu Aufnahmedaten eingefügt. Die Bilder der Vögel wurden alle mit der Canon EOS R5 und dem RF 100-500 mm aufgenommen. Hier kommt ein Zoomobjektiv so richtig gut zum Einsatz. Dadurch können viele unterschiedliche Ausschnitte schon bei der Aufnahme berücksichtigt werden. Da der Platz an welchem das Vogelbad steht mehr im Schatten als in der Sonne liegt, sind die ISO-Werte auch entsprechend hoch. Doch mit den heutigen Bearbeitungsmöglichkeiten überhaupt kein Problem. Ist es zu dunkel, setze ich auch Blitzlicht ein.

In der Zwischenzeit habe ich mehrere solche Vogelbäder gebaut und meine Fotokollegen damit versorgt. Das erste Vogelbad baute ich mit OSB-Platten, die ich mir zurechtsägen ließ. Gar keine billige Alternative! Doch zum Nulltarif ist es nicht zu machen. In dieses erste Bad baute ich einen Absatz ein, so dass der Badebereich ca. 5 cm Wasserstand hat und der Rest eine Tiefe von 10 cm aufweist um die Vögel zu zwingen an der niederen Wasserfläche zu baden.

 

Ein weiteres Vogelbad, aufgestellt bei einem guten Bekannten im Garten mit einem festen Fotografierversteck. Dieses Vogelbad steht auf Pfosten.

 

Das Vogelbad wird dann an einer geeigneten Stelle aufgestellt. Ideal ist die Verbindung mit einem festen Ansitz, in meinem Fall mein Gerätehaus. Das gute an dem Vogelbad ist, dass die Kulisse wo die Vögel baden sehr schnell verändert werden kann, so dass es abwechslungsreichere Bilder gibt.

 

Da die Vögel am gesamten Rand des Vogelbades sitzen können, habe ich an den Längsseiten einen Zaun angebracht, damit sie dort nicht trinken oder baden können. Das hat sich schon gut bewährt. Natürlich sitzen sie auch auf den Zaun oder nahe am Zaun, doch überwiegend wird die Mitte der Badestelle aufgesucht.

 

Ist alles aufgebaut und die Vögel haben das Vogelbad angenommen können hier viele schöne Stunden verbracht werden

 

Wer keine Möglichkeiten hat sich so ein Vogelbad selbst zu bauen kann sich bei mir melden (naturbildershop(at)gmail.com). Da findet sich eine Lösung. Für Selbstabholer geeignet.

Transportables Vogelbad

Transportables Vogelbad

 

 

Gemsen in den Vogesen

Gemsen in den Vogesen

23.-26.10.2022
Schon immer war ich einmal neugierig auf die Gemsen in den Vogesen. Bewusst schreibe ich Gemsen in diesem Beitrag auch wenn es nach der Rechtschreibung falsch ist, da ich damit aufgewachsen bin und mich nicht an Gämsen gewöhnen kann. Als Bildunterschriften habe ich dann doch Gämsen gewählt.
Nach studieren einiger Beiträge im Internet zu diesem Thema entschloss ich mich kurzerhand einige Tage dahin zu fahren. Leider war der Campingplatz in La Bresse schon geschlossen und ich quartierte mich mit meinem Wohnwagen in Breisach auf dem Campingplatz ein. Das ist nicht ganz ideal, da ich jeden Tag 70 Kilometer fahren musste. Die Wettervorhersage war nicht ganz schlecht und so hoffte ich auf einige gute Bilder.
Leider war es dann doch nicht so gut. Jeden Tag hatte ich starken Wind, für meine Verhältnisse schon Sturm und sehr dichten Nebel. Nach einigen Beiträgen im Internet ist es anscheinend kein Problem auf den Le Hohneck zu fahren und sofort Gemsen zu sehen. Das mag vielleicht in den Sommermonaten so sein, doch bei mir traf das nicht zu. Vielleicht war auch das Wetter für die Tiere zu schlecht. Nach vielen Kilometern herumlaufen und beobachten, konnte ich Gemsen sehen. Vor allem im Nebel. Ab und zu lichtete sich der Nebel und es wurde heller. Die Tiere haben bestimmte Einstände an denen ich sie immer wieder antreffen konnte. Dadurch gelangen, trotz den nicht idealen Wetterbedingungen, immer wieder einige Bilder.
Erwähnenswert ist auch die Landschaft rund um den Le Hohneck. Die Herbstfarben luden dazu ein diese und die Felsformationen zu fotografieren.
Unterm Strich war ich zufrieden und werde mir das Ganze im Frühjahr/Sommer noch einmal ansehen.

Murmeltiere am Großglockner

Unter Naturfotografen sind die Murmeltiere am Großglockner sehr bekannt. Es gibt in den Alpen wohl kaum eine andere Location wo es möglich ist Murmeltiere so problemlos zu fotografieren. In vielen Fremdenführern und Beschreibungen zur Großglocknerstraße wird sogar explizit darauf hingewiesen. Schon im letzten Jahr, im September, besuchte ich die Murmeltiere. Es waren 2 herrliche Tage an denen ich sehr schöne Erlebnisse hatte. Ich konnte sehr viele Bilder von den Murmeltieren bekommen. Da man vor Ort Übernachtungsmöglichkeiten hat ist es sehr bequem einige Tage bei den Murmeltieren zu verbringen. Ein Aufzug im Gebäude des Panoramarestaurants bringt den Besucher schon auf die Höhe der Murmeltiere.
Natürlich ist es bei vielen „echten“ Naturfotografen verpönt Bilder von solchen Handzahmen Tieren zu machen. Da wird lieber eine Reise nach Afrika gebucht um die „wilden“ Tiere abzulichten. Oder irgendwo eine Hide gemietet von welcher aus angefütterte, wilde Tiere oder Vögel problemlos fotografiert werden können.
Für mich ist diese Möglichkeit am Großglockner immer eine Reise wert. Selbst renommierte Naturfotografen veranstalten bei den Murmeltieren Workshops, weil es eben sehr einfach ist die Murmeltiere zu fotografieren und die Teilnehmer sehr sicher zu schönen Bildern kommen.
Es ist nicht ganz einfach die Murmeltiere in einem einigermaßen intakten Umfeld abzulichten. Durch die vielen Besucher sieht es auf dem Murmetierplateau nicht besonders fotogen aus. Einige Besucher füttern die Murmeltiere mit Erdnüssen in der Schale. Da bleibt natürlich viel Dreck liegen. Wenn man sich den ganzen Tag bei den Murmeltieren aufhält gibt es viele Gelegenheiten um diese so zu fotografieren dass es mit dem Umfeld natürlich aussieht.
Im Juli dieses Jahres war ich wieder bei den Murmeltieren am Großglockner. Ziel war diesmal die jungen Murmeltiere beim spielen zu fotografieren. Vorweg genommen klappte dies dann nicht, da ich sehr wenige Jungtiere sah und wenn dann nur in der Nähe oder am  Höhleneingang.
Neben den Murmeltieren ist die Landschaft sehr fotogen. Viele Blumen waren auf den Wiesen zu sehen und es boten sich einige Möglichkeiten um sie zu fotografieren. Die Bilder 2022 wurden mit der Canon EOS R5 und RP aufgenommen. Als Objektive wurde das RF 100-500 mm und das RF 4/24-105 mm eingesetzt.
Die folgenden Bilder sind im genannten Zeitraum entstanden. Weiter unten habe ich Bilder aus dem letzten Jahr vom September  hinzugefügt. Die Reihenfolge der Bilder entspricht der Aufnahmezeit.

11. – 14.7.2022

 

31.8. – 2.9.2021
Die Bilder 2021 wurden mit den Kameras Canon EOS R6 und der RP aufgenommen. Es wurden die Objektive Sigma 150-600 mm Contemporary und das Canon EF 4/17-40 mm eingesetzt. Für die Makroaufnahmen kam das EF 2,8/100 mm Makro zum Einsatz.