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Panoramablick im Tarnzelt

Um mit dem Tarnzelt sinnvoll anzusitzen sollten, zumindest bei Vögeln, die Schlitze durch die ein Vogel eine Bewegung sehen kann relativ dicht sein. Zudem sitzt man hinter dem Objektiv in einem gewissen Abstand zur vorderen Wand, so dass nur ein kleiner Ausschnitt der Landschaft zu sehen ist. Meistens sind Tarnzelte so ausgelegt, dass es schwer ist einen guten Überblick zu haben. Oft fehlen sogar seitliche Sichtfenster oder sind so niedrig dass man einen Krampf beim hinausschauen bekommt. Für mich ist es immens wichtig um mich herum das Geschehen mitzubekommen um darauf zu reagieren.
Um dieses Problem zu beheben habe ich mir auf eine Plexiglascheibe eine Spionfolie geklebt. Diese befestige ich, nachdem Kamera und Objektiv ausgerichtet wurden, oberhalb des Objektivs. Dazu verwende ich kleine Leimzwingen. Ausbaustufe wird so sein, dass die Scheibe mit Klettverschluss befestigt wird um diese beim zusammenfalten vom Tarnzelt vorher abzunehmen. Es ist momentan ein einfacher Prototyp um das ganze zu testen. Beim Eisvogel und bei Flugaufnahmen von Milanen habe ich es bis jetzt testen können und es ist schon eine angenehme Sichtweise ohne dass die Vögel etwas mitbekommen. Vor allem bei den Milanen, wenn sie im Sturzflug nach unten fliegen um blitzschnell die Beute zu greifen hat man die Vögel schon lange vorher im Visier und wird nicht überrascht wenn sie plötzlich auftauchen.

Tarnzelt mit Panoramascheibe im Einsatz beim Eisvogel
Von außen ist nur der Spiegel zu sehen.
Tarnzelt mit Panoramascheibe im Einsatz beim Rotmilan
Panoramascheibe im Tarnzelt. Einfache Befestigung mit kleinen Leimzwingen
Tarnzelt mit Panoramascheibe im Tarnzelt und zwei verschiedene Objektive auf einem Stativ

In einem Beitrag habe ich beschrieben wie ich auf einem Stativ mit wenigen Mitteln einen Halter gebaut habe um zwei verschiedene Objektive zu verwenden.

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Rotmilane fotografieren 2020

Vor zwei Jahren gelangen mir schon einmal Bilder von Rotmilanen. Allerdings zu einer Zeit als die jungen Rotmilane schon ausgeflogen waren und dadurch eine größere Anzahl dieser schönen Greife unterwegs waren (Links zu meinen Rotmilanbildern und Beiträgen: Rotmilane auf der Schwäbischen Alb, Rotmilane in den Streuobstwiesen, Bildergalerie Rotmilan).
Da ich in der momentanen Corona-Krise meinen Radius eingeschränkt habe und vermeiden möchte größere Exkursionen zu unternehmen, bewege ich mich in einem Radius von 30 Kilometer um meinen Wohnort. Durch die abwechslungsreichen Lebensräume die rings um mich vorhanden sind bieten sich auch viele Möglichkeiten um interessante Beobachtungen und mit etwas Glück auch einige Bilder mit nach Hause zu bringen.
Ich kenne meine Gebiete durch viele Jahre Beobachtungen der heimischen Natur und weiß natürlich in welchem Gebiet es sich lohnt nach Rotmilanen zu schauen.
Da der Rotmilan kein Ansitzjäger wie der Mäusebussard ist, sondern als Suchflugjäger die Gebiete absucht, ist er sehr viel in der Luft unterwegs. Seine Beute besteht in der Regel aus Mäusen, Insekten und kleinen Kadavern die er im vorbeifliegen aufnimmt. Selten sieht man ihn an einem größeren Tier, welches eventuell durch den Verkehr ums Leben gekommen ist. Diese Eigenschaft, dass er aus dem Flug heraus seine Beute aufnimmt, kann man sich zu Nutze machen und in einem geeigneten Gebiet in dem der Milan einigmal am Tag drüber fliegt, kleine Hühnchenteile auszulegen und dann einfach abwarten. Im Laufe des Tages entdeckt der Rotmilan die angebotene Beute und es können dann eventuell Bilder von den anfliegenden und Beute aufnehmenden Greifen gemacht werden. Es lohnt sich also, mit etwas Glück, viele Stunden im Tarnzelt zu verharren.
Es ist schon einer Überlegung wert wo man so einen Platz einrichtet. Auf einer ebenen Wiese hat man durch die etwas erhöhte Sitzposition im Tarnzelt immer einen fotografischen Winkel nach unten. Auf den Boden liegen ist keine Option, da man dabei nicht so schnell auf die anfliegenden Vögel reagieren kann. Meiner Meinung nach ist eine leichte Hanglage ideal. Man sitzt etwas tiefer als die Stelle an der die Beute ausgelegt ist. Noch idealer ist eine Kante am höchsten Punkt über welche die Milane anfliegen.
Meiner Meinung nach ist ein weiterer Aspekt wichtig. Das Sichtfenster im Tarnzelt sollte so angelegt sein dass man einen sehr guten Überblick hat und die Vögel schon sehr früh sieht. Meistens schaut man durch irgendeinen Spalt der sich anbietet um die Umgebung zu beobachten. Dabei hat man unter Umständen nicht den nötigen Freiraum. Mit etwas Bastelei habe ich mir einen Panoramaüberblick in meinem Tarnzelt angelegt und kann seither die Aktivitäten meiner Motive wesentlich besser verfolgen. Dieses Thema habe ich in einem weiteren Beitrag bearbeitet.
in diesem Beitrag möchte ich darüber schreiben und Bilder zeigen wie sich meine diesjährige Rotmilansaison entwickelt.
Es gibt einige Naturfotografen die es ablehnen Tiere anzulocken um diese zu fotografieren. Andere fahren weite Strecken um bei Personen, welche Tiere anfüttern oder für fotografische Zwecke halten, die Gelegenheit zu bekommen tolle Bilder zu machen (für nicht wenig Geld und Nebenkosten). Dabei ist es, mit oft minimalem Aufwand, nicht schwer sich bestimmte Voraussetzungen selbst zu schaffen. Ich kenne Naturfotografen, die in aller Herren Länder bei Workshops die tollsten Bilder machen, aber mich manchmal fragen welchen Vogel sie da eigentlich fotografiert haben.

22.04.2020
Bei einem weiteren Ansitz an der Milan-Location konnte ich dieses mal einige Streitereien fotografieren. Es ist schon ein Erlebnis die eleganten Vögel bei ihren Flugmanövern zu beobachten. Als „Beifang“ sind Bussard, Turmfalke, Rabenkrähe und Goldammer auch willkommene Motive.
Ein dritter Ansitz war nicht erfolgreich. Mal sehen wenn die Milane flügge Junge haben und diese mit den Altvögeln mitfliegen, werde ich weitere Ansitze durchführen.

 

16.04.2020
Beim ersten Ansitz in diesem Jahr konnte ich in sieben Stunden sehr schöne Beobachtungen machen. Natürlich ist die Ausschussrate immens hoch, da die Milane mit großer Geschwindigkeit heranfliegen und die Beute im vorbeifliegen greifen. Doch unterm Strich bleibt das eine oder andere Bild übrig.

 

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Wildkamera im Einsatz

Wildkamera im Einsatz

In diesem Beitrag möchte ich zwangslos Bilder präsentieren, welche mit der Wildkamera aufgezeichnet wurden. Die Bildqualität ist nicht das gelbe vom Ei, doch es geht hier darum, bei bestimmten Locations aufzuzeichnen, wer zu welcher Zeit an diesem Platz ist um daraus eventuell ein Muster vom Verhalten bestimmter Tiere abzuleiten. Dadurch kann ich meine Aktivitäten darauf einstellen.

Die neuesten Bilder mit der Wildkamera wurden an einem Schleiereulenkasten aufgenommen. Einige Interessenten gibt es die immer wieder einmal vorbeischauen.

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