Um einen Vergleich zu den spiegellosen R-Kameras zu haben, testete ich auch die APS-C Spiegelreflexkameras 7D Mark II, 7D und 50D. Mit diesen Kameras habe ich in den letzten Jahren meine Flugaufnahmen mit der Kurzzeitblitztechnik fotografiert. Es war schwieriger in den Zeiten als die Lichtschranke Jokie2 noch keinen keep-active-modus hatte. Seit diese Funktion eingebaut ist, gelingen Flugaufnahmen wesentlich besser, da die Verzögerungszeiten erheblich reduziert werden. Wer noch den Jokie2 vor 2018 besitzt kann sich diese Funktion von eltima-electronic programieren lassen.
Zum Unterschied zu den spiegellosen Kameras kann bei diesen Kameras die Autoabschaltung auf -Aus- gestellt werden und die Kamera fällt nicht in den Dauerschlaf. Nur die Anzeige der eingestellten Werte im Sucher schalten ab aber nicht die ganze Kamera. Dadurch kommt es zu einer längeren Verzögerungszeit von der Lichtschranke bis zur Auslösung des Blitzes. Genau diese Abschaltung im Sucher verhindert der keep-active-modus der Jokie2.
Wenn am Jokie2 der keep-active-modus eingeschaltet und die Lichtschranke mit der Kamera verbunden ist, ist es nicht möglich eine Aufnahme anzusehen, da der Modus dies verhindert. Da muss die Verbindung Lichtschranke-Kamera kurz unterbrochen werden indem man den Stecker der Fernauslösung kurz herauszieht. Dies ist auch bei den spiegellosen Kameras so.
Die Ergebnisse sind meine eigenen Erfahrungen aus der Praxis, geben meine Eindrücke wider und dienen dazu ein Gefühl zu bekommen was eine Verzögerungszeit bei der Kurzzeitblitztechnik ausmacht. Es kann sich niemand darauf berufen wenn bei eigenen Tests andere Ergebnisse erzielt werden. Sollte ich unwissentlich etwas falsch interpretiert haben geben Sie mir bitte Bescheid. Die Bildbeispiele sind reproduzierbar und so in der Praxis kaum anzutreffen. Die Werte sind gerechnet bei einem Durchflug durch die Lichtschranke in der angegebenen Geschwindigkeit. In der Natur am Motiv sind die Abstände oft nicht so groß, weil die Vögel bei Landeanflügen, oder von einem Ast zum anderen, um einiges langsamer fliegen als im Beispiel angenommen.
EOS 7D Mark II
EOS 50D, ohne keep-active, Beschreibung
EOS 7D Mark II, ohne keep-active
EOS 7D Mark II, ohne keep-active
EOS 7D Mark II, ohne keep-active
EOS 7D Mark II, ohne keep-active
EOS 7D Mark II, ohne keep-active
EOS 50D, mit keep-active, Beschreibung
EOS 7D Mark II, mit keep-active
EOS 7D Mark II, mit keep-active
EOS 7D Mark II, mit keep-active
EOS 7D Mark II, mit keep-active
EOS 7D Mark II, mit keep-active
EOS 7D
EOS 50D, ohne keep-active, Beschreibung
EOS 7D, ohne keep-active
EOS 7D, ohne keep-active
EOS 7D, ohne keep-active
EOS 7D, ohne keep-active
EOS 7D, ohne keep-active
EOS 50D, mit keep-active, Beschreibung
EOS 7D, mit keep-active
EOS 7D, mit keep-active
EOS 7D, mit keep-active
EOS 7D, mit keep-active
EOS 7D, mit keep-active
EOS 50D
EOS 50D, mit keep-activ
EOS 50D, ohne keep-active
EOS 50D, ohne keep-active
EOS 50D, ohne keep-active
EOS 50D, ohne keep-active
EOS 50D, ohne keep-active
EOS 50D, mit keep-active, Testaufnahme Kurzzeitblitztechnik
EOS 50D, mit keep-active
EOS 50D, mit keep-active
EOS 50D, mit keep-active
EOS 50D, mit keep-active
EOS 50D, mit keep-active
Ein Vergleich der Verzögerungszeit mit den Spiegelreflexkameras 7D Mark II, 7D und 50D auf einen Blick
Unter den drei getesteten Kameras ist die 7D Mark II mit der Einstellung keep-active-modus am Jokie2 die Kamera, welche die geringste Verzögerungszeit hat, wenn auch nur minimal.
Unter den drei getesteten Kameras ist die 7D Mark II mit der Einstellung keep-active-modus am Jokie2 die Kamera, welche die geringste Verzögerungszeit hat, wenn auch nur minimal.
Um die Verzögerungszeiten an spiegellosen Kameras zu ermitteln, habe ich die Testreihen mit den Vollformatkameras EOS R5, R6 und RP, sowie zum Vergleich auch mit den Spiegelreflexkameras 7DMII, 7D und 50D durchgeführt. Diese sind auf einer weiteren Seite zu finden. Die Beschreibungen zu den einzelnen Bildern sind in die Bilder eingefügt. Die rote Linie ist der Nullpunkt wenn die Lichtschranke unterbrochen wird. Die grüne Linie zeigt den Abstand vom Nullpunkt. Es wurden immer 10 Aufnahmen mit der entsprechenden Einstellung am Jokie2 gemacht. Doch es zeigte sich dass es sehr konstant ist zu welchem Zeitpunkt die Auslösung erfolgt, so dass jeweils nur immer 5 Bilder gezeigt werden, obwohl auch nur ein Bild gereicht hätte.
Die Ergebnisse sind meine eigenen Erfahrungen aus der Praxis, geben meine Eindrücke wider und dienen dazu ein Gefühl zu bekommen was eine Verzögerungszeit bei der Kurzzeitblitztechnik ausmacht. Es kann sich niemand darauf berufen wenn bei eigenen Tests andere Ergebnisse erzielt werden. Sollte ich unwissentlich etwas falsch interpretiert haben geben Sie mir bitte Bescheid. Die Bildbeispiele sind reproduzierbar und so in der Praxis kaum anzutreffen. Die Werte sind gerechnet bei einem Durchflug durch die Lichtschranke in der angegebenen Geschwindigkeit. In der Natur am Motiv sind die Abstände oft nicht so groß, weil die Vögel bei Landeanflügen, oder von einem Ast zum anderen, um einiges langsamer fliegen als im Beispiel angenommen.
EOS R5 Es gibt bei der R5 drei verschiedene Auslöser-Modi
Mechanisch Es wird der mechanische Verschluss aktiviert. Normale Arbeitsweise. Elek.1.Verschl. Der erste Verschluss löst elektronisch aus, der zweite Verschluss mechanisch. Die Idealeinstellung für die Kurzzeitblitztechnik, da der Blitz am Ende der Bewegung kommt und dadurch Wischer bei Doppelbelichtungen hinter die Bewegung bringt. Zudem ist bei dieser Einstellung die Verzögerungszeit am geringsten. Allerdings muss das Blitzgerät auch auf den 2. Verschluss eingestellt sein. Elektronisch Aufnehmen ohne Verschlussgeräusche bis zu 20 Bilder/s. In diesem Modus wird kein Blitz ausgelöst. Für die Kurzzeitblitztechnik nicht brauchbar. Für Aufnahmen ohne Blitz bei gutem Licht natürlich ideal.
R5 ohne keep-active
R5 ohne keep-active, mechanischer Verschluss
TR5 ohne keep-active, mechanischer Verschluss
R5 ohne keep-active, mechanischer Verschluss
R5 ohne keep-active, mechanischer Verschluss
R5 ohne keep-active, mechanischer Verschluss
R5 mit keep-active, mech. Verschluss
R5 mit keep-active, mechanischer Verschluss
R5 mit keep-active, mechanischer Verschluss
R5 mit keep-active, mechanischer Verschluss
R5 mit keep-active, mechanischer Verschluss
R5 mit keep-active, mechanischer Verschluss
R5 mit keep-active, elektronischer Verschluss
R5 mit keep-active, elektronischer Verschluss
R5 mit keep-active, elektronischer Verschluss
R5 mit keep-active, elektronischer Verschluss
R5 mit keep-active, elektronischer Verschluss
R5 mit keep-active, elektronischer Verschluss
Ein Vergleich der Verzögerungszeit auf einen Blick für die R5
R5 Vergleich-Verzögerungszeit
ZusammengefassteTestergebnisse R5, links ohne keep-active-modus, mitte mit keep-active-modus, mech. Verschluss, rechts mit keep-active-modus, elektronischer/mechanischer Verschluss.
EOS R6 Es gibt bei der R6 wie bei der R5 drei verschiedene Auslöser-Modi
Mechanisch Es wird der mechanische Verschluss aktiviert. Normale Arbeitsweise. Elek.1.Verschl. Der erste Verschluss löst elektronisch aus, der zweite Verschluss mechanisch. Die Idealeinstellung für die Kurzzeitblitztechnik, da der Blitz am Ende der Bewegung kommt und dadurch Wischer bei Doppelbelichtungen hinter die Bewegung bringt. Zudem ist bei dieser Einstellung die Verzögerungszeit am geringsten. Allerdings muss das Blitzgerät auch auf den 2. Verschluss eingestellt sein. Elektronisch Aufnehmen ohne Verschlussgeräusche bis zu 20 Bilder/s. In diesem Modus wird kein Blitz ausgelöst. Für die Kurzzeitblitztechnik nicht brauchbar. Für Aufnahmen ohne Blitz bei gutem Licht natürlich ideal.
R6 keep-active-mech-Verschluss
R6-keep-active-mech-Verschluss
R6-keep-active-mech-Verschluss
R6-keep-active-mech-Verschluss
R6-keep-active-mech-Verschluss
R6-keep-active-mech-Verschluss
R6 keep-active-zweiter Verschluss
R6-keep-active-elek-Verschluss
R6-keep-active-elek-Verschluss
R6-keep-active-elek-Verschluss
R6-keep-active-elek-Verschluss
R6-keep-active-elek-Verschluss
EOS RP Es gibt bei der RP den mechanischen Verschluss und die Möglichkeit einen lautlosen Verschluss (elektronischer Verschluss) einzustellen. Über die SCN Einstellung am oberen rechten Wahlrad kann dieser Modus ausgewählt werden. Der lautlose Verschluss ist nicht wesentlich beeinflußbar. Die Werte für Verschlusszeit und ISO Einstellungen werden automatisch übernommen und können nicht gezielt eingestellt werden. Für die Kurzzeitblitztechnik ist der elektronische Verschluss daher nicht einsetzbar.
RP mit keep-active, mech. Verschluss
RP-keep-active-1
RP-keep-active-1
RP-keep-active-1
RP-keep-active-1
RP-keep-active-1
Ein Vergleich der Verzögerungszeit mit den spiegellosen Kameras R5, R6 und RP auf einen Blick
Der Vergleich zeigt dass bei Einstellung auf keep-active-modus am Jokie2 bei allen drei getesteten Kameras die Verzögerungszeiten ziemlich identisch sind. Das ist ein Wert mit dem man durchaus sehr gut arbeiten kann.
Der Vergleich zeigt dass bei Einstellung auf keep-active-modus am Jokie2 bei allen drei getesteten Kameras die Verzögerungszeiten ziemlich identisch sind. Das ist ein Wert mit dem man durchaus sehr gut arbeiten kann.
Vögel im Flug mit Hilfe von Lichtschranke und Kurzzeitblitztechnik zu fotografieren ist gar nicht so einfach. Es gehören einige Überlegungen dazu dass ein Vogel eine bestimmte Stelle anfliegt oder in eine Richtung fliegt wo er die Lichtschranke durchqueren muss. Es ist ein großer technischer Aufwand der nicht immer die Ergebnisse bringt die erwartet werden. Ich gehe in diesem Beitrag nur auf die Fotografie von Vögeln ein. Insekten und Säugetiere werden nicht berücksichtigt. Hier sind andere Maßstäbe anzulegen.
Wer meine Seiten kennt und sich für die Kurzzeitblitztechnik interessiert hat bestimmt schon meine Beiträge zum Thema gelesen. Unter den Links: Kurzzeit-Blitzfotografie oder Lichtschranke im Einsatz habe ich das Thema etwas beschrieben. Bilder dazu gibt es auch unter Flugaufnahmen.
Da ich alle Bilder in meinen seitherigen Beiträgen mit APS-C Kameras (50D, 7D, 7DMII) gemacht habe, hatte ich wenig Erfahrung mit dem Vollformat. Ideal für diese Zwecke ist natürlich eine Vollformatkamera mit 45-50 Mp (EOS R5) da diese viel mehr Reserve hat um Ausschnitte aus dem Bild zu schneiden. Bei dieser Art der Fotografie sind Ausschnitte üblich, da man die Vögel ja nicht immer im optimalen Bildausschnitt hat.
Mit den neuen spiegellosen R-Kameras bekam ich Lust auf Vollformat. Um es einmal zu testen kaufte ich mir die EOS RP als Einsteigermodell. Die ersten Bilder mit meinen EF Objektiven überzeugten mich sofort von der Qualität des Sensors und von der Möglichkeit mit hohen ISO Einstellungen zu arbeiten. Es wurden immer mehr Bilder im Vollformat gemacht und das APS-C Format nur noch eingesetzt wenn die Entfernung zum Motiv etwas größer war. Es folgte dann kurz darauf die R6 und nun auch die R5. Mit der R6 konnte ich verschiedene Aufnahmen von Vögeln im Flug machen, ohne Blitz, mit dem elektronischen Verschluss und 20 Bilder/s (einige Beispiele). Mit dem elektronischen Verschluss sind aber keine Blitzaufnahmen möglich. Nur in der Kombination Elek.1.Verschluss löst der 1. Verschluss elektronisch aus und mechanisch wird der zweite Verschluss ausgelöst. In dieser Einstellung sind Blitzaufnahmen möglich, doch das zeige ich auf der Seite 2 meines Beitrags zur Kurzzeitblitztechnik.
Leider war es in den vergangenen Wochen, aus Mangel an Motiven, nicht möglich die Kameras mit der Kurzzeitblitztechnik zu testen. Erst in den letzten Tagen war es soweit.
An einer Fütterung konnte ich die ersten Tests durchführen. Vor allem die R5 interessierte mich, da die 45 Mp gute Möglickeiten bieten einen Ausschnitt zu machen und trotzdem noch viel Bild zu haben. Da Flugaufnahmen, auch mit der Lichtschranke, sich ganz selten im foramtfüllendem Bereich bewegen, bleibt immer ein mehr oder weniger großer Bildausschnitt übrig, den man entsprechend verändern und das Motiv passend ins Bild setzen kann. Beim APS-C Format spielte sich das in einem Bereich von ca. 3000 Pixel auf der langen Seite ab, so dass es ein Bild ergibt mit 6 Mp. Diese Aussschnitte und die Bildgröße decken schon eine große Verwendbarkeit ab. Ausdrucke bis 40×60 cm sind kein Problem und für die Internetpräsentation reicht es allemal.
Bei den ersten Bildern mit der R5 bleiben nun doch zwischen 4000 und 6000 Pixel auf der langen Seite übrig was rechnerisch eine Bildgröße von 11-24 Mp ergibt. Dadurch sind noch größere Ausdrucke möglich.
In der unten gezeigten Bildergalerie sind die ersten Testaufnahmen mit der R5 zu sehen. Es ist noch nicht dass was ich anstrebe, doch die Neugier war doch zu groß wieviel Bild nach dem Ausschnitt übrig bleibt. Der Hintergrund ist ein natürlicher in einer Entfernung von ca. 6 Metern.
Die technischen Daten sind folgende: EOS R5, EF 2,8/100 mm Makro, Bl. 11, 1/200s, ISO 800, 2 Blitze, Lichtschranke, belichtet auf den zweiten Verschlussvorhang, allerdings mit dem mechanischen Verschluss.
Kohlmeise (parus major)
Kohlmeise (parus major)
Kohlmeise (parus major)
Kohlmeise (parus major)
Kohlmeise (parus major)
Kohlmeise (parus major)
Kohlmeise (parus major)
Kohlmeise (parus major)
Kohlmeise (parus major)
Blaumeise (Cyanistes caeruleus)
Blaumeise (Cyanistes caeruleus)
Feldsperling (Passer montanus)
Feldsperling (Passer montanus)
Feldsperling (Passer montanus)
Als Nachteil für die Kurzzeitblitztechnik ist die realtiv lange Verschlusszeit von 1/200s. Schon beim APS-C Format war die 1/250s grenzwertig, da bei gutem Wetter der Hintergrund immer mit belichtet wird und für Doppelkonturen und Wischer sorgt. Für Aufnahmen mit der Kurzzeitblitztechnik warte ich meistens immer ein stark bewölktes Wetter ab, oder im Schatten eines Hauses oder Waldes, wo es nicht ganz so hell ist. Nachtaufnahmen sind dabei natürlich kein Problem.
Die Verwendung von Hintergrundbildern ist eine Möglichkeit um den Hintergrund, wie auf den oben gezeigten Bildern, nicht absaufen zu lassen. Dazu habe ich auch einen Beitrag geschrieben.
Der wichtigste Aspekt bei der Kurzzeitblitztechnik ist die Verzögerungszeit vom Durchfliegen der Lichtschranke bis zum Auslösen der Kamera. Dazu hat eltima-electronic eine Tabelle für viele Kameras erstellt in welcher die Verzögerungszeiten der einzelnen Kameras gemessen wurden. Die Verzögerungszeiten beziehen sich auf die Lichtschranke Jokie2. Diese Werte sind gemessene Werte mit dem Joker2 mit dem das möglich ist. In den Jokie2 wurde mit einer Softwareaktualisierung eine geniale Funktion eingebaut, den keep-active-modus. Diese Funktion verhindert dass die Kamera einschläft und in den Ruhezstand geht. Das ist ein enormer Gewinn zur Reduzierung der Verzögerungszeit.
Diese Funktion ist im Jokie2 ab 2018 eingebaut. Ältere Jokie2 können auf diese Funktion aktualisiert werden. Dazu einfach Kontakt mit eltima-electronic aufnehmen.
Wenn am Jokie2 der keep-active-modus eingeschaltet und die Lichtschranke mit der Kamera verbunden ist, ist es nicht möglich eine Aufnahme am Display anzusehen oder Einstellwerte zu verändern, da die Kamera durch den Modus ja dauernd eingeschaltet ist. Da muss die Verbindung Lichtschranke-Kamera kurz unterbrochen werden indem man den Stecker der Fernauslösung kurz herauszieht. Dies ist auch bei den Spiegelreflexkameras so.
Da aber in der Tabelle von eltima-electronic z.B. für die EOS 7D Mark II mit 55,15 ms Verzögerungszeit mit keep-active-modus und ohne keep-active-modusmit 187,19 ms angegeben wird, kann man sich nicht vorstellen wieviel Zentimeter das in der Realität entspricht. Daher habe ich Testreihen gemacht um diesen Wert in Zentimetern zu sehen.
So gut wie keine Verzögerungszeit haben elektronische Zentralverschlussobjektive, die an einer digitalen Kamera adaptiert sind. Doch diese sind selten und dazu noch zu hohen Preisen auf dem Markt. Zudem braucht man dazu eine passende Steuerung. Ein elektronischer Verschluss von Rollei ist eine weitere Möglichkeit um die Verzögerungszeit fast auf Null zu reduzieren. Dieser wird zwischen Kamera und Objektiv oder vor das Objektiv eingebaut und hat als schnellste Verschluss-/Blitzsynchronisationszeit eine 1/1000s. Da spielt dann das Umgebungslicht keine große Rolle mehr. Einige Spezialisten die sich intensiv mit der Kurzzeitblitztechnik beschäftigen verwenden diese Objektive oder den Verschluss. Hans-Christian Steeg ist einer der Fotografen der sich mit der Kurzzeitblitztechnik intensiv auseinander setzt. Er hat eine Seite über dieses Thema im Internet und dazu ein Buch veröffentlicht. Da gibt er viele Tipps und Tricks zum besten.
Ich habe verschiedene EOS-Kameras unter Verwendung der Lichtschranke Jokie2 auf die Verzögerungszeiten getestet. Das ist ein absolut subjektiver Test und gibt meine eigenen Erkenntnisse zum besten. Die Testergebnisse sind auf den nächsten Seiten zu sehen.
Mein Testaufbau
Kurzzeitblitztechnik mit der EOS R5
Kurzzeitblitztechnik mit der EOS R5
Ein kleiner Eisvogel aus Pappe gleitet an einer Schnur 80 cm von der oberen linken Ecke zur rechten unteren Ecke. Für die Strecke braucht der Dummy ca. 0,5 Sekunden. Das entspricht einer Geschwindigkeit von ca. 6 km/h. Am Meterstab kann abgelesen werden wieviel Weg der Dummy vom auslösen der Lichtschranke bis zur Aufnahme zurükgelegt hat. Wenn man davon ausgeht dass eine Amsel ca. 36 km/h schnell fliegt, also 6x schneller als der Dummy, kann umgerechnet werden in welchem Abstand sich die Amsel befindet bis der Blitz auslöst. Wird am Meterstab ein Abstand von 16 cm angezeigt so ist die Amsel schon ca. 96 cm von der Lichtschranke entfernt. Das ist der Betrag welcher dann „vorgehalten“ werden muss. Ist der Abstand laut Meterstab 27 cm, ist die Amsel schon 176 cm von der Lichtschranke entfernt. Da wird ganz schnell ersichtlich wie wichtig eine minimale Verzögerungszeit ist. Das sind natürlich nur theoretische Werte die sich auf einen ungebremsten Durchflug in der Lichtschranke in der angenommenen Geschwindigkeit beziehen. In der Praxis ist es dann doch nicht ganz so extrem. Meiner Erfahrung nach ist es so, dass die Vögel vor einer Landung abbremsen und nicht mehr so schnell sind. Da reduzieren sich die Abstände etwas. Beim Abflug wird beschleunigt und da kann es unter Umständen nötig sein mehr „vorzuhalten“. Das kann man aber nur mit dem eigenen Equipment testen, da die Verzögerungszeiten für jede Kamera unterschiedlich sind.
Ein Eisvogel, der mit einer Geschwindigkeit von ca. 45 km/h fliegt, wäre bei Einstellung der Lichtschranke auf keep-active-modus 120 cm hinter der Lichtschranke, ohne keep-active-modus ca. 200 cm.